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parents4all.eu | Offizielle Projektwebseite

Beschreibung des Projekts


Die soziale Integration von Zuwanderern sowie ethnischer und kultureller Minderheiten ist für viele Staaten in Europa eine große Herausforderung. Eine besondere Gruppe sind hierbei Kinder sowie begleitete und unbegleitete Minderjährige und Jugendliche. Integration spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab. Für Kinder und Jugendliche sind Schulen ein wichtiger Ort der Integration. Es gibt zahlreiche Maßnahmen und Materialien, die sich an Lehrkräfte wenden, um deren Kompetenz zur Förderung der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu stärken. Hierzu gehören auch Modelle zur interkulturellen Bildung und zum Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer. Ein anderer wichtiger Aspekt für eine gute Integration von Kindern und Jugendlichen sind die Eltern und deren Engagement und Haltung gegenüber Bildungs- und Integrationsprozessen ihrer Kinder. Sowohl Eltern der Aufnahmegesellschaft wie auch Eltern mit Migrationshintergrund haben direkten Einfluss auf den Verlauf der sozialen Integration ihrer Kinder. Dies wirkt sich wiederum auf das Verhalten der Kinder, deren Lernerfolg und als Konsequenz deren Integrationsprozess im Ganzen aus. Eine gute Unterstützung durch die Eltern ist von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen. 

Parents4All beabsichtigt, Eltern an die Wichtigkeit ihrer Rolle für die Integration ihrer Kinder heranzuführen, ein Bewusstsein für ihre Verantwortung zu schaffen und sie bei der Entwicklung interkultureller Kompetenzen zu unterstützen. Kern ist dabei ein guter Kontakt zwischen Eltern des Aufnahmelandes und Eltern mit Migrationshintergrund. Ein direkter Kontakt kann das gegenseitige Verständnis fördern, Missverständnisse vermeiden und die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen an Schulen unterstützen. 

Verbesserte Kompetenzen und ein gestiegenes Bewusstsein auf Seiten von Eltern für ihre Rolle im Integrationsprozess hat nachweislich eine positive Wirkung auf das soziale Verhalten ihrer Kinder, in an vielen Schulen ebenfalls aus verschiedenen Herkunftsländern kommen. Auch die Zusammenarbeit mit der Schule und Lehrkräfte wird verbessert, was ebenfalls zur sozialen Integration beiträgt. 

 

Projektziele


Durch seine geplanten Aktivitäten möchte das Projekt:

  • Eltern der Aufnahmegesellschaft und Eltern mit Migrationshintergrund stärken, um besser mit ethnischer und kultureller Vielfalt an Schulen umgehen zu können
  • Zielgruppengerechte Materialien zur Fort- und Weiterbildung von Eltern entwickeln, um interkulturelle Fähigkeiten zu erweitern, so dass eine aktive Unterstützung schulischer Aktivitäten und sozialer Integration möglich sind
  • Mit Hilfe von audio-visuellen Materialien das Bewusstsein für das Thema erhöhen
  • Das Bewusstsein fördern, dass das Engagement von Eltern für eine bessere soziale Integration ein gegenseitiger Lern- und Verständigungsprozess ist, der sich für alle Beteiligten lohnt.
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Partner

 

Olympic Training and Consulting Ltd (Coordinator)

www.olympiakokek.gr

Soros International House

www.shi.lt

Programma Integra società cooperativa sociale

www.programmaintegra.it

Universidad De Huelva

www.uhu.es

BEMIS Scotland

www.bemis.org.uk

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Neuigkeiten

 

Erstes Partnertreffen in Athen

Am 24. und 25. Oktober 2017 fand das erste Partnertreffen in Egaleo, einer Gemeinde im westlichen Teil des Großraums Athen statt. Während des Treffens wurden alle Arbeitsschritte, geplanten Produkte, die Zuständigkeiten der Partner, die Einbindung der Zielgruppe und die Öffentlichkeitsarbeit des Parents4All-Projektes besprochen. Zudem wurden interne Prozesse und Abläufe festgelegt.

Besondere Bedeutung hatten beim ersten Treffen die Maßnahmen zur Qualitätssicherung, der Verbreitung von Information zum Projekt, die Auswertung von Treffen, Arbeitsabläufen und die Kommunikation zwischen den Partnern.

Zweites Partnertreffen in Vilnius

Beim zweiten Partnertreffen am 3. und 4. Mai in Vilnius wurden erste Projektergebnisse, die Auswertung einer Umfrage bei der Zielgruppe, Länderberichte und erste Entwürfe für Materialien für Eltern vorgestellt und diskutiert. In jedem Partnerland waren Fokusgruppen gebildet worden, um mehr über den Bedarf der Eltern zu erfahren, Beispiele guter Maßnahmen zu sammeln und Grundlagen für erste Trainingsmaterialien zu entwickeln. Die Materialien orientieren sich an einer für Parents4All entwickelten Methode, mit der Eltern zu mehr Engagement motiviert und in ihrer Aufgabe und Haltung gestärkt werden sollen. 

Drittes Partnertreffen in Stuttgart

Das dritte Treffen der P4A Partner fand am 8. und 9. November 2018 in Stuttgart statt. Im Mittelpunkt stand die Diskussion der Materialien zur Schlung von Eltern mit und ohne Migrationshintergrund. Für beide Zielgruppen wurden in englischer Sprache Lehr- und Lerneinheiten entwickelt, die nun nochmals überarbeitet, grafisch gestaltet und verfeinert werden. Im Anschluss werden die Unterlagen für einheimische Eltern der Aufnahmeländer in die Sprachen der Projektpartner übersetzt. Im Frühjahr 2019 werden die Materialien erprobt. 

Weitere Themen des Treffens waren die Produktion eines Films und eines Videos. Beides ist für 2019 geplant. Zudem wurden Aspekte der Verbreitung und Bekanntmachung des Projekts besprochen, administrative Belange geklärt und technische Fragen besprochen. Das vierte Treffen ist für Juni beim italienischen Projektpartner in Rom geplant. 

Das nächste Treffen findet Anfang Juni 2019 in Rom statt.

Viertes Partnertreffen in Rom

Am 6. und 7. Juni trafen sich die Partner von Parents4all in den Räumlichkeiten von Programma Integra in Rom. Diskussionspunkte waren die Verbesserung der Schulungsunterlagen anhand des Feedbacks der Eltern während der Pilotierungssitzungen sowie die Produktion eines Videos und eines Kurzfilms zur Bewerbung des EU-Projekts. Die Partner diskutierten desweiteren ausführlich darüber, wie die Bedürfnisse der Eltern besser erfüllt werden können und wie die Projektprodukte attraktiver gestaltet werden können.

 


 


 

Ergebnisse des Projekts


Trainingsmethode zur Förderung interkulturellen Bewusstseins bei Eltern

Die Trainingsmethode beschreibt Theorien des Lernen, Methoden und Techniken, die Lernen erleichtern und nennt Lernziele und Lernwünsche. Auf dieser Grundlage werden später Lerninhalte entwickelt. Ausgangspunkt dafür 

  • sind die Ergebnisse einer Befragung der Zielgruppe (Eltern) nach deren Wünschen, Bedürfnissen;
  • ist eine vor Projektbeginn durchgeführte Untersuchung der Lage in den Partnerländern zur Rolle der Eltern für die Integration;
  • sind Fokusgruppen mit Eltern in allen Projektländern auf lokaler Ebene, um direkt mit der Zielgruppe Lerninhalte, Formen und Fragen zur Integration diskutieren zu können;
  • sind begleitende Fragebögen zur aktiven Einbindung der Zielgruppe während des Projektes, vor allem während der Entwicklungs- und Erprobungsphase der Trainingsmethode. 

Ein besonderes Element ist die Einbindung von Eltern aus dem Aufnahmeland zur direkten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund. 

Trainingsmethode zur Förderung interkultureller Kompetenz von Eltern

Die Trainings- und Fortbildungsmaterialien werden sich an migrantische und nicht-migrantische Eltern richten. Ziel ist die Förderung interkultureller Kompetenz sowie der Aufbau eines Bewusstseins für die Bedeutung der Rolle der Eltern für den Bildungs- und Integrationserfolg ihrer Kinder. 

Alle Unterlagen werden auf der Internetseite des Projekt als PDF oder E-Book zur Verfügung stehen. Die Unterlagen eignen sich zum Einsatz mit Trainern oder Lehrkräften, können aber auch für unbegleitetes Lernen genutzt werden. 

Die Unterlagen informieren dabei nicht nur über interkulturelle Kompetenz und Anti-Rassismus, sondern führen auch an soziale und psychologische Parameter heran, die für die Integration von Eltern mit Migrationshintergrund in das Bildungssstem des Aufnahmelandes wichtig sind. Die Materialien richten sich dabei am direkten Bedarf der Eltern aus, sowohl derer mit, als auch derer ohne Migrationshintergrund. 

Box zur Selbsteinschätzung interkultureller Kompetenz

Übungen, kleine Tests und Fragebögen erlauben es Eltern, sich zuhause selbst einzuschätzen und ihre interkulturelle Kompetenz zu messen. Dies kann in Verbindung mit den Bildungsmaterialien eingesetzt werden, aber auch unabhängig davon. Aus den Ergebnissen ergeben sich eventuelle Bedarfe für Fort- und Weiterbildungen, die dann über das Material von Parents4 All abgedeckt werden können. 

Die Unterlagen für Eltern der Aufnahmegesellschaften werden in den Sprachen der Projektländer vorliegen, die Unterlagen für Eltern mit Migrationshintergrund auf Englisch. Alle Unterlagen sind gedruckt sowie online verfügbar. 

Video-Material zur Förderung von interkulturellem Bewusstsein

Videos runden das Angebot für Eltern ab und beinhalten unter anderem: 

  • Ein 10’-15’ Minuten langes Video mit Stellungsnahmen und Kommentaren von Eltern beider Gruppen, die an dem Programm teilgenommen haben und über dessen Nutzen sprechen können. Ziel ist die Motivation anderer Eltern zur Teilnahme an dem Programm.  
  • Ein kurzer 15-minütiger Film zeigt Eltern aus dem Herkunftsland in der Situation von Migranteneltern, um zu zeigen , in welchen Situation man als Eltern stecken kann. Durch Rollentausch soll das Verständnis zwischen den verschiedenen Gruppen erhöht werden.

Leitfaden für die Verbreitung von Ergebnissen

Ein Leitfaden für die Verbreitung und nachhaltige Nutzung der Ergebnisse des Projektes beschreibt die Bedingungen und Voraussetzungen, die für die Nutzung und den Einsatz von Ergebnissen erforderlich sind. Auf diese Weise soll die nachhaltige und dauerhafte Nutzung gefördert werden. Für jedes Partnerland gibt es spezifische Empfehlungen, um Entscheidungsträger und Akteure von den speziellen Vorzügen der Projektergebnisse zu überzeugen. 

Kontakt in Deutschland

 

ifa Akademie gGmbH

Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Tel.: +49 711 2225 265
Email: nitsch@ifa-akademie.de

Kontaktpersonen sind Martin Kilgus und Jelena Nitsch.